Quabis
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Projekthintergrund


Menschen, die als „behindert“ gelten haben häufig keinen oder einen erschwerten Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Das Projekt Quabis – „Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen“ möchte dieser Tatsache entgegen wirken, indem es Menschen, die als „behindert“ gelten in einer dreijährigen Vollzeitqualifizierung eine neue Arbeitsperspektive eröffnet und somit Teilhabemöglichkeiten schafft.

Die Qualifizierung findet an den Universitäten Leipzig und Dresden für jeweils 6 Menschen pro Standort statt. Grundlegende Idee des Projektes ist es, dass Wissen und die Lebenswelt von angehenden Bildungsfachkräften aus Expert*innensicht an Lehr-, Fach- und Führungskräfte vermittelt wird. Die bisher an Universitäten gelebte Praxis über Menschen mit Behinderung zu sprechen, soll aufgebrochen werden und somit die Annahmen über den „Personenkreis“ der Menschen, die in einer behindernden Wirklichkeit leben, dadurch vielfach beeinflusst und verändert werden können.

Bildungsfachkräfte werden qualifiziert Seminare an der Universität zu gestalten, Beratungen durchzuführen und Forschungsprojekte zu begleiten. Dabei richtet sich der inhaltliche Schwerpunkt an Fragen zu In- und Exklusionsprozessen aus. Diese Prozesse werden in Seminaren in ganzer Semesterlänge, Workshops, Vorlesungssitzungen und Konferenzbeiträgen thematisiert und auf die Lebenswelten, spezifischen Bedarfe und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen übertragen.

Das Projekt wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Kooperationspartner ist das Institut für Inklusive Bildung in Kiel, welches vorangehend schon Bildungsfachkräfte qualifiziert und Bildungsangebote entwickelt hat.